Beobachtungsstation: Standortbestimmung & Perspektiven

Die erste Station bei Eintritt in das Jugenddorf: In komplexen oder unklaren Situationen ermöglicht sie eine fundierte, mehrmonatige Standortbestimmung. Ziel ist es, die Ressourcen und Herausforderungen eines Jugendlichen ganzheitlich zu erfassen und daraus tragfähige Perspektiven für seine weitere Entwicklung zu gestalten.

In einem strukturierten Rahmen beobachten und analysieren unsere Fachpersonen das Verhalten des Jugendlichen in Wohn-, Schul- und Arbeitssituationen. Dabei werden pädagogische, psychologische und soziale Aspekte miteinander verknüpft, um ein vollständiges Bild der Situation zu gewinnen. Der Abschlussbericht fasst die Erkenntnisse zu einem klaren, zukunftsorientierten Plan zusammen – als verlässliche Grundlage für zuweisende Stellen, Eltern und den Jugendlichen selbst.

Quick Facts

  • Aufenthaltsdauer in der Regel sechs Monate
  • Umfassende pädagogische und psychologische Standortbestimmung
  • Interdisziplinäres Team aus Fachpersonen verschiedener Bereiche
  • Individueller Schulunterricht, Arbeitstraining und Schnuppereinsätze
  • Regelmässige Eltern- und Familiengespräche
  • Abschlussbericht mit Empfehlungen für die Folgeplanung

Ganzheitliche Diagnostik

Ein interdisziplinäres Team betrachtet den Jugendlichen aus verschiedenen Blickwinkeln. Wir vernetzen die Erkenntnisse aus Testdiagnostik, Verhaltensbeobachtung und Gesprächen zu einem stimmigen Gesamtbild, das als verlässliche Entscheidungsgrundlage für alle weiteren Schritte dient.

Bild Beobachtungsstation 1

Grundlage für die Zukunft

Die Empfehlungen am Ende der Beobachtungsphase sind mehr als eine Beurteilung. Sie zeigen konkrete schulische, berufliche und persönliche Wege auf und helfen, neue Motivation zu wecken. Durch den Einbezug der Familie und der beteiligten Fachstellen entsteht ein gemeinsames Verständnis für die Zukunft des Jugendlichen – als Basis für einen tragfähigen Neuanfang.

Bild Beobachtungsstation 2
2025 jörg rau@2x
Jörg Rau
Bereichsleiter Beobachtung/stabil

«In der Beobachtungsstation gehen wir sehr individuell auf die Jugendlichen ein und haben keine Angst, neue Wege einzuschlagen.»

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